April ist Sä- und Pflanzzeit!

Im April sind wir mal die fleißigen Bienchen, denn es gibt viel zu tun! Da fallen dann auch schon mal die Wochenenden aus. Wir bereiten momentan die Böden vor, um der Saat ein feinkrümeliges, beikrautfreies Saatbett (Ja, so nennt man das wirklich! Klingt gemütlich, oder?) zu bereiten und den Kartoffeln ebenfalls gute Startbedingungen zu geben. Wir grubbern und pflügen die Flächen und bearbeiten sie mit der Kreiselegge. Einen besonders steinigen Acker namens Jägerkaten, auf dem dieses Jahr Kartoffeln wachsen sollen, haben wir zusätzlich mit einem Entsteiner bearbeiten lassen – das Ergebnis war ein großer Haufen kleiner, großer, runder, und eckiger Steine, die wir somit später nicht mehr bei der Ernte auf dem Kartoffelroder aussortieren müssen.

Dies ist der Entsteiner.

 

Bodenbearbeitung ist übrigens auch aktive Vogelbeobachtung 😉

Ein Rotmilan auf Futtersuche.

 

Den Startschuss machte die Aussaat des Blühstreifens, denn dieser muss wie jedes Jahr bis zum 15.4. gesät sein. Dann folgt die Aussaat des Getreides, der Lupinen und der Ackerbohnen sowie der Zwiebeln.

Befüllen der Drillmaschine.

 

Zuletzt – Ende April, Anfang Mai – werden die Kartoffeln gelegt. Dazu dann mehr im Mai, wo wir unsere neue Pflanzmaschine präsentieren – nur so als kleiner Tipp vorweg 😉

Und „nebenbei“ sortieren wir weiterhin Kartoffeln, Zwiebeln, Eier, damit das Hoflädchen gut bestückt ist und kümmern uns intensiv um unsere Hühner, die leider immer noch drinnen bleiben müssen, während das Grün um sie herum nur so sprießt. Da haben wir uns gedacht: „Wenn das Huhn nicht ins Grüne kommt, kommt das Grüne eben zum Huhn!“ Und so mähen wir nun täglich mit einem Rasenmäher je eine Ladung Wiese ☘️ für unsere Hühner 🐓


Und wenn dann noch das Bienchen brummt…

Im Frühling summt der Wind,
Das weiß doch jedes Kind.
Das Gras wird grün,
Die Blumen bunt,
Und wenn dann noch das Bienchen brummt,
Dann wird die Welt ganz kunterbunt.
Monika Minder

„wenn… das Bienchen brummt“… Jetzt im März wurde noch einmal deutlich, dass es in Zukunft wohl weiterhin schlecht bestellt ist um „das Bienchen“. Denn das EU-Parlament hat über die neue Agrarreform abgestimmt – oder treffender „das Agrarreförmchen“ wie Greenpeace es neulich betitelte. Es hätte ein historischer Umbau stattfinden können, ein Umbau der Landwirtschaft hin zu umwelt-, klima- und artenschonender Wirtschaftsweise. Die Agrarförderung ist dabei das stärkste Mittel. Jährlich sind das immerhin 6 Milliarden Euro allein für Deutschland.

Die Forderung ist so einfach wie einleuchtend: Öffentliche Gelder sollten für öffentliche Leistungen ausgezahlt werden, also dort, wo ein Mehrwert für die Gesellschaft geschaffen wird wie Biodiversität, Artenvielfalt, Insektenschutz. Jetzt wurde entschieden, dass nur 25% der Direktzahlungen an diese Umweltleistungen gekoppelt werden sollen. Bleibt zu hoffen, dass unsere Umwelt weiterhin geduldig mit uns ist und in ein paar Jahren – bei der nächsten Reform der GAP – klüger abgestimmt wird!

So viel zur Politik.

Bei uns auf dem Hof bereiten wir gerade die kommende Kartoffelsaison vor, indem wir die Pflanzkartoffeln sortieren – ein Teil davon wird verkauft, einen Teil pflanzen wir selbst. Wir stehen momentan also hauptsächlich am Sortierband.

Wir haben aber auch an zwei interessanten Tagungen unseres Verbands Bioland, der in diesem Jahr 50 Jahre alt geworden ist, teilgenommen. Die Kartoffel-Tagung und auch die Geflügel-Tagung fanden dieses Jahr erstmals online statt.

Seit Mitte März sind unsere Hühner leider auch im „Lockdown“. Die Aufstallungspflicht hat nun auch uns erreicht, da im näheren Umkreis Vogelgrippe nachgewiesen wurde. Da die Hühner sich die meiste Zeit ihres Tages aber eigentlich draußen im Grünen beschäftigen, heißt es für uns nun unsere Mädels bei Laune zu halten: Wir geben ihnen täglich rote Bete, frisches Heu, gerupftes Gras und ein frisches Staubbad. Das alles nehmen sie sehr gerne an! Bleibt zu wünschen, dass es bald wieder heißt: Raus ins Grüne!

Wir wünschen Ihnen und euch weiterhin gutes Durchhalten und stets Sonne im Herzen!
Die LüBios


Die Freude über das erste Ei

Seit Mitte Januar haben wir eine neue Herde Junghennen samt Hähnen: die Girls und Boys! Also unsere mittlerweile siebte Hühnerherde. Was wohl nie abklingen wird, egal wie viele Jahre wir schon Hühner halten, ist die Freude über das erste gelegte Ei! 🙂

Und hier ist es! Tada…

Die weißen Eier sind übrigens Kalkeier, die wir anfangs in die Dinkelspelze legen, um den Hühnern zu zeigen, dass hier der beste Ort zum Eierlegen ist. Da das Nest so kuschelig ist, machen die Hühner das meist bereits von selbst.
Und wir sind nun gespannt, wie viele Eier wir morgen finden werden!


Frische Suppenhühner nun doch erst ab Dienstag, 19.1.!

Liebe Kund*innen,

Achtung, die angekündigten Suppenhühner gibt es nun doch erst ab Dienstag, 19.01., 16 Uhr!

Kalte Tage machen bei uns Lust auf eine gute Hühnerbrühe! Bei Ihnen auch? Dann haben wir gute Nachrichten, denn bald gibt es wieder frische Suppenhühner!
Die Suppenhühner lassen sich übrigens auch gut im Römertopf zubereiten, es ist nur nicht so viel dran wie an einem Hähnchen. Oder ein leckeres Hühnerfrikassee…. mmmmhh!!

Vorbestellungen sind möglich: 05851/7059


Das Jahr 2020

Das Jahr 2020 neigt sich dem Ende zu. In vielerlei Hinsicht ein verrücktes Jahr. Dieses Jahr hat uns alle herausgefordert, den einen mehr, den anderen weniger. Einige Menschen hat es hart getroffen. Aber es sind auch einige positive Dinge sichtbar geworden wie die Solidarität mit anderen, Kreativität im Hinblick auf was man miteinander möglich machen kann, eine Rückbesinnung auf das Wesentliche, die Wertschätzung der Natur.

Für das kommende Jahr 2021 wünschen wir Ihnen allen zuallererst Gesundheit, aber auch ein gesundes Vertrauen in die Zukunft. Wir sind gespannt, was das neue Jahr mit sich bringt, hoffen auf schöne Begegnungen, gute Kooperationen, laufende Motoren und stets passendes Wetter.

Unsere derzeitige „Kooperation“: Schafe grasen auf unserer Zwischenfrucht (Sandhafer+Ölrettich)

 

Ihnen und euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!
die LüBios


September: Erntezeit

Der September ist noch nicht vorbei, aber die Kartoffeln bereits geerntet. Auch in diesem Jahr sind wir – Dank des beständigen Wetters und des zweireihigen Roders – sehr schnell mit der Ernte fertig geworden. Lediglich ein paar Reihen Zwiebeln sitzen noch in der Erde, da das Kraut bislang noch zu grün war. Sie werden ins Schwad gelegt, sobald sich das Kraut „hingelegt“ hat und das Wetter trocken bleibt. Dann nehmen wir den Zwiebelschwad mit unserem Kartoffelroder auf.

 

Was uns weiterhin sehr beschäftigt ist das Thema Wasser. Selbst zur Ernte hätten wir uns etwas Regen sehr gewünscht, die Erde war auf den schweren Böden hart und klutig. Die Kluten, steinharte Erdbrocken, erschweren das Roden und können die Kartoffeln beschädigen. Aber auch für die gedrillten Wintergetreidesorten wäre Regen wünschenswert, damit das Getreide gut aufläuft. Wir sind froh über die Option unsere Felder beregnen zu können. Aber wie lange wird das noch möglich sein? Schon jetzt halten wir uns an gewisse Grundregeln: Bewässern nur nachts, wenn es tagsüber zu heiß ist oder stellen die Beregnung bei zu starkem Wind aus – für uns Selbstverständlichkeiten. Aber wird das ausreichen, um die Wasserquellen nachhaltig zu schonen? Es ist klar, das Thema Wasser wird uns in der Zukunft weiterhin stark beschäftigen!


Ernte im August

Der August ist vorbei! Er hat uns dieses Jahr reichlich sonnig-warmes Erntewetter beschert, sodass wir mit der Getreideernte zügig vorangekommen sind und uns auf die anstehende Kartoffel- und Zwiebelernte vorbereiten konnten. Die Hallen sind leer und sauber, die Kisten stehen bereit und wollen befüllt werden.

 


Juli. Kirschenzeit. Jakobskreuzkrautzeit. Kartoffelzeit.

Bilder sprechen bekanntlich mehr als tausend Worte. Deswegen kommt hier ein besonders bebildeter Juli-Beitrag. Viel Spaß beim Lesen!

Mit unseren Hühnern ist „gut Kirschen essen“. Neugierig wie sie sind, bleiben nicht nur die Kirschen lange am Zweig, er wird sogar komplett entblättert. Mahlzeit! Der Zweig landet danach in der Totholzhecke – optimale Verwertung!

 

Seit Juli arbeitet (neben unseren fleißigen eierlegenden Mitarbeiterinnen) Nina bei uns mit. Sie hilft, wo sie kann und kümmert sich hauptsächlich um unsere Hühner. So haben wir direkt ein schattenspendendes Sonnensegel für die Hühner aufgebaut, wo diese sich – zusätzlich zum Schattenplatz unter dem Anhänger „Claus Röber“ – an sonnigen Tagen aufhalten.

 

Nun wächst auch das giftige Jakobskreuzkraut wieder. Um die Verbreitung dieser grellgelben Pflanze zu mindern, reißen wir sie (mit behandschuhten Händen!) raus und entsorgen sie im Restmüll.

 

Es hat immer mal wieder geregnet, so wachsen auch die Wildkräuter gut. Weißer Gänsefuß oder auch Melde genannt, wächst eigentlich immer gut. Hier hat er sich ein besonderes Plätzchen ausgesucht…

 

Und schließlich hat am 20. Juli 2020 – etwas regnerisch – die diesjährige Kartoffelernte begonnen. Wir beginnen mit einem kleinen Vorratsroder und sammeln die Kartoffeln dann mit der Hand auf, da sie noch nicht schalenfest sind. Das Kartoffelkraut haben wir dafür ein paar Tage vorher abgeschlegelt. Unsere vielen fleißigen Helfer sind aus Datenschutzgründen nicht abgebildet, lässt das Bild allerdings etwas menschenleer dastehen. Das wöchentliche Kartoffelnsammeln macht uns jedes Jahr wieder Spaß und ist ein schöner Start in unsere Erntesaison! 🙂

 


Johannistag

Einen Tag vor dem Johannistag (24. Juni) sind unsere neuen Junghennen, die Friedas, angekommen. Sie sind noch etwas scheu, erkunden aber nun nach und nach den Stall und nach der Eingewöhnung auch den grünen Auslauf. So können sie zunächst auskundschaften, wo es Futter und Wasser gibt, wo sie ihre Eier legen können und wo gescharrt werden kann. Dabei versuchen wir den Scharrbereich anfangs nicht allzu attraktiv zu gestalten, damit sie dort nicht ihre Eier ablegen. Sobald sie das abgedunkelte, kuschelige Dinkelspelz-Nest gefunden haben, streuen wir im unteren Scharrbereich Stroh und Körner ein.


Skeptische Blicke!


Wer traut sich zuerst?


Die mutigsten Fridas entdecken den Scharrbereich.

Der Johannistag, benannt nach Johannis dem Täufer, wird bei uns im Norden zwar weniger zelebriert als in anderen Teilen des Landes, aber er findet sich doch namentlich wieder: Johanniskraut, Johannisbeere, Johanniskäfer (Glühwürmchen), … Das Johanniskraut fängt um den Johannistag an zu blühen, die Johannisbeeren werden reif (da dürfen auch mal die Hühner naschen) und abends sieht man – wenn man Glück hat – erste Glühwürmchen 🙂


Johannisbeeren am Johannistag für die Elfies.


Suppenhühner wieder erhältlich!

Ab dem 15. Juni gibt es wieder frische Suppenhühner! Unsere nunmehr vierte Hühnerherde, die Dorlies, haben 19 Monate lang auf unserer Hühnerwiese gepickt und gescharrt und dabei fleißig Eier gelegt. Unsere andere Herde, die Elfies, tun ihr bestes, um den Hofladen mit Eiern zu füllen. Wir bitten um Verständnis, falls gerade einmal weniger Eier im Hofladen vorrätig sind.
Wir haben den Stall gereinigt und desinfiziert und erwarten am 17. Juni eine neue Herde Junghennen – Namensvorschläge mit „F“ nehmen wir gerne entgegen 😉 Die Hühner können sich auf eine grüne, blühende Wiese freuen. Momentan blühen dort die verschiedenen Kleesorten und diverse Begleitkräuter.

   

 

Und auf dem Feld blühen momentan die Lupinen…