Es ist Juni, es gibt viel zu tun und entsprechend einiges zu berichten: Es wird gehäufelt, gehackt und gejätet, aber auch geschraubt und gehämmert. Es wird gesummt und gegackert. Und mittlerweile auch wieder beregnet.

Das Wetter und die Bestände: Anfang des Monats standen alle Bestände sehr gut. Hier und da (in den Zwiebeln!) zumindest nach unserem Geschmack etwas zu viel Beikraut, aber das sind wir ja gewöhnt. Mit so gut entwickelten Beständen und vor allem nach zwei extremen Jahren mit Nässe (2017) bzw. Trockenheit (2018), macht die Arbeit richtig Spaß! Dann gab es Mitte Juni einen kurzen, aber heftigen Hagelschauer, der uns erst einmal einen Dämpfer verpasste. Zum Glück sind wir gegen Hagel versichert. Die Schätzer waren bereits da und haben die Bestände fair bewertet. Es ist sicherlich nicht so einfach einzuschätzen, welchen Vertragsverlust man durch den Hagel zu erwarten hat.

„…gehäufelt, gehackt und gejätet, aber auch geschraubt und gehämmert.“: Neben den üblichen Feldarbeiten – Kartoffeln häufeln, Mais hacken, Zwiebeln jäten und hacken, … – bauen wir momentan eine Kartoffelscheune von einem Flächenlager in ein Kistenlager um, damit die Kartoffeln, wie der Name sagt, künftig nicht mehr auf der Fläche liegend, sondern in Kisten gefüllt, gelagert werden können. Dies hat mehrere Vorteile für uns: Die Kartoffeln können so beispielsweise schneller „abschwitzen“ (der erste Lagerprozess direkt nach der Ernte), sie haben weniger Lagerdruck und sind einfacher zu handhaben.

„gesummt“: Das Blühflächen-Monitoring geht dieses Jahr in die zweite Runde, denn wissenschaftlich gesehen ist „ein Mal“ schließlich „kein Mal“. Die Fläche ist bisher dank des Regens immerhin schon besser entwickelt als letztes Jahr zur gleichen Zeit und so bietet sie hoffentlich noch mehr Nahrung und Deckung für die Tiere.

„gegackert“: Fuchs und Greifvogel haben die Hühnerschar leicht dezimiert, aber wir versuchen durch Unterstände, Greifvogel-Kugeln, die aussehen wie eine große Rosen-Kugel und durch unsere Präsenz diese Gefahren im Zaun zu halten. Da es über die Sommerferienzeit immer ein Sommerloch beim Eierkauf gibt, lassen wir die älteren Hühner zu Anfang der Sommerferien beim Bauckhof schlachten. Die Junghennen haben dann genügend Zeit sich einzuleben und können mit dem Eierlegen durchstarten, wenn alle wieder aus ihrem Urlaub zurück in der Heimat sind und einen guten Appetit auf leckere Eier haben! Und frische Suppenhühner gibt es dann auch wieder.